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| Phänomen: Was zum Teufel ist Darwiportunismus? | |||||||||||
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Fragen & Antworten Im Folgenden sind Fragen und Antworten aus verschiedenen Interviews zusammengefaßt, die Prof. Scholz mit mehreren Autoren geführt hat. Die meisten Interviews finden Sie unter Links verlinkt. Heike Littger (ChangeX): Darwinismus und Opportunismus sind Begriffe, die für sozial unerwünschte Folgen wie Selektion und Ellbogenmentalität stehen. Warum widmen Sie sich in Ihrem neuen Buch dennoch dem Darwiportunismus? Hans Königes (Computerwoche): Den Begriff "Darwiportunismus" wurde von Ihnen Anfang 2000 in Roundtable-Gesprächen der COMPUTERWOCHE verwendet. Die Teilnehmer fanden das Konzept plausibel – das Wort hat nicht allen gefallen. Warum haben Sie daran festgehalten? Heike Littger (ChangeX): Warum beschäftigen wir uns heute eigentlich mit Darwiportunismus? Was sind die Auslöser? Rudi Arnold (CASH): Die Arbeitswelt ist nach Ihrer Diagnose geprägt von Darwinismus und Opportunismus. Sind also Ellenbogen und Speichellecken die Voraussetzungen für beruflichen Erfolg? Heike Littger (ChangeX): Formulieren wir es doch einmal positiv, was können und was dürfen Unternehmen und Mitarbeiter voneinander erwarten? Christiane Siemann (Symposion): Liegt nicht die Hauptverantwortung für diese neue Bewegung bei den Unternehmen? Hans Königes (Computerwoche): Die Stimmung in den Unternehmen ist teilweise miserabel. Was konkret raten Sie den Unternehmen? Hans Königes (Computerwoche): Gibt es angesichts der aktuellen schlechten wirtschaftlichen Lage überhaupt noch einen Opportunismus bei den jungen Leuten? Felser (NetSkill): Die Kompetenzträger eines Unternehmens müssen auch in Krisenzeiten gehalten werden. Wie kann das gelingen, wenn durch die Krise zugleich die Attraktivität des Unternehmens sinkt? Wie verhindert man, dass die Falschen gehen? Christiane Siemann (Symposion): Wie kann Personalentwicklung und -bindung aussehen, wenn Mitarbeiter sich permanent nach anderen Optionen umschauen? Christiane Siemann (Symposion): Welchen Stellenwert haben die nicht so hoch qualifizierten Mitarbeiter in Ihrem Modell? Die, die unter Umständen ein großes Bedürfnis nach Arbeitsplatzsicherheit haben? Gelten in diesem Bereich andere Spielregeln? Christiane Siemann (Symposion): Die Gehaltsspirale, die in manchen Unternehmen immer weiter nach oben geschraubt wird, führt über kurz oder lang zu betriebswirtschaftlichen Problemen. Müssen sich die Unternehmen dann möglicherweise nicht mehr mit den Besten, sondern mit den Zweitbesten zufrieden geben? Prof. Scholz: Hier haben sich Unternehmen mit den Mythen von sogenannten High Potentials selber in Situationen gebracht, in denen Geld die zentrale Rolle spielt. Manche Unternehmen haben heute kaum Chancen, dass High Potentials sie überhaupt in Erwägung ziehen. Vielleicht ist das aber gar nicht so schlecht. Unternehmen sollten sich zwar immer mit den Besten zufrieden geben – allerdings mit den Besten der Verfügbaren und Notwendigen. Dies müssen nicht immer die teuersten Alternativen sein, sondern je nach Zielsystem kann es auch jemand sein, der sinnvoll zum Unternehmen passt. Angesichts der aktuellen demographischen Aussichten denken Unternehmen beispielsweise bereits über "Senior-Potentials" nach. Christiane Siemann (Symposion): Wie wird das Verhältnis Arbeitgeber und Arbeitnehmer zukünftig aussehen?
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